Internationaler Projekttag der
Solidarität in Konz am 26. April 2004
Manifest zum 5. Internationalen Projekttag der
Solidarität in Konz am 26. April 2004
Wir Vertreterinnen und Vertreter der UNESCO-Projektschulen in Rheinland-Pfalz verkünden folgendes Manifest:
Wasser, blaues Gold und Lebensquell gehört allen Menschen auf unserer Erde. Es darf nicht zu einer unbezahlbaren Handelsware missbraucht werden!
Milliarden Menschen müssen täglich verunreinigtes Wasser trinken, Krankheiten und Tod sind die Folgen. Jährlich sterben allein zwei Millionen Kinder an Durchfall und Infektionen durch verseuchtes Wasser. Der Zugang zu sauerem Trinkwasser ist ein grundlegendes Menschenrecht. Alle Staaten müssen bestrebt sein, dieses Menschenrecht durchzusetzen, denn sauberes Wasser ermöglicht den Menschen ein Leben in Würde!
In den nächsten Jahren wird es in vielen Teilen unserer Erde zu extremer Wasserknappheit kommen; die Seuchengefahr wird dadurch dramatisch steigen. Die Landwirtschaft wird viel mehr Wasser brauchen, um die größer werdende Bevölkerung zu ernähren. Wasser ist eine natürliche Ressource. Es muss alles Erdenkliche unternommen werden, das Lebenselixier Wasser zum Wohle der Menschen und der Umwelt nachhaltig zu schützen. Gezielte Aufklärung und ökologisches Bewusstsein müssen zu verantwortlichem Handeln führen und dazu beitragen, Initiativen und Techniken zu fördern und zu unterstützen, um das Wasser sparsamer zu nutzen, zu reinigen und zu klären.
Die Welternährungsorganisation rechnet damit, dass in 20 Jahren der Bedarf die verfügbare Wassermenge übersteigen wird. Wasser wird unter diesen Umständen zu einem Konfliktfall, Kriege um Wasser könnten geführt werden. Wasser ist von grundlegender Wichtigkeit für die Sicherheit von Staaten und Gesellschaften. Alle Staaten müssen sich leiten lassen durch den Willen zur Zusammenarbeit über ihre Landesgrenzen hinaus.
Unsere Erde wird durch Terror, Gewalt und Kriege bedroht. Der Friede ist gefährdet. Terror ist eine Sackgasse. Gewalt widerspricht den Weisungen der Weltreligionen. Der Krieg als Mittel der Politik ist überholt. Nur der Friede und die friedliche Entwicklung sind die Grundlage für ein menschliches Miteinander auf unserer Erde. Wir haben die Hoffnung, dass sich diese unsere Überzeugungen und Erklärungen durchsetzen können. Dafür gibt es vernünftige Ansätze, auch wenn die friedenssuchenden und friedensstiftenden Kräfte es schwer haben, öffentliche Aufmerksamkeit und Beachtung zu finden.
Als UNESCO-Projekt-Schulen setzen wir uns dafür ein, dass die Kinder- und Menschenrechte verwirklicht werden. Wir bemühen uns, in Solidaritätsaktionen Not und Elend zu bekämpfen. Wir treten ein für den Schutz und die Bewahrung unserer Umwelt. In interkulturellen Schülerbegegnungen sind wir bestrebt, Zeichen zu setzen für ein friedliches Miteinander zwischen Kulturen, Religionen und Nationen. Mit Fanatismus, Intoleranz und Vergeltungsdenken lässt sich eine gerechte Ordnung in unserer Welt nicht erreichen. Wir treten ein für eine unverkrampfte Weltoffenheit, eine grenzenüberwindende Toleranz und ein menschliches Miteinander auf unserem wunderbaren blauen Planeten, unserer Erde.