von Tim Roth, 13 SK Im September bekam die Schülerzeitung des Auguste-Viktoria-Gymnasiums eine Einladung des Trierer SPD-Bundestagsabgeordneten Karl Diller zum Jugend-pressetag der SPD-Bundestagsfraktion nach Berlin. Dann schritt auch schon der erste bekannte Politiker in die Kantine, um sich kurz vorzustellen, einen allgemeinen Überblick über die momentane Politik und im Besonderen über die Politik der Sozialdemokraten zu geben: SPD-Chef Franz Müntefering. In einem etwa halbstündigen Gespräch beantwortete er die Fragen der Jungjournalisten und berichtete über einen Brief, den er aufgrund einer Äußerung des CSU-Landesgruppenchefs Michael Glos in der FAZ an CDU-Parteichefin Angela Merkel diktiert hatte (Das Endprodukt sieht dann Schließlich war es so weit: Forschen Schrittes und unter unserem Applaus kam Kanzler Gerhard Schröder auf uns zu, gab einigen die Hand und ließ sich mit uns ablichten. Im Sauseschritt ging es dann in einen Presseraum des Kanzleramts, wo alle versuchten, einen recht guten Platz zu erhaschen. Eine Stunde sollte der Kanzler uns nun zur Verfügung stehen; die Berufsjournalisten waren zwar zugelassen, durften selbst allerdings keine Fragen stellen. Das Repertoire der Fragen der Jungjournalisten reichte von außen- bis zu innenpolitischen Themen, auch persönliche Fragen musste der Kanzler en masse beantworten. Nach 60 Minuten war alles vorbei und der Kanzler verschwunden. Einige Kamerateams bemühten sich um Interviews und Stellungnahmen von uns, während wir bereits in Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen eingeteilt wurden. Ich landete bei "Politik und Medien", andere Gruppen hatten die Themen "Generationengerechtigkeit" oder "Rechtsradikalismus". Gegen 19.00 Uhr klang der Tag dann gemütlich in der "Kulturbrauerei" im Berliner Viertel Prenzlauer Berg aus. Die SPD-Bundestagsfraktion hatte das komplette Lokal für uns angemietet. Einige MdBs ließen sich im Laufe des Abends blicken und es enstanden lockere Diskussionsrunden, bevor wir gegen 22.00 Uhr die Kulturbrauerei in Richtung unseres Hotels verließen... Schließlich ging es dann zur Besichtigung der Terasse des Reichtags und der weltberühmten Kuppel: Abgeschlossen wurde die Veranstaltung schließlich mit einem Foto von uns und unserem jeweiligen Wahlrekisabgeordneten sowie einem Workshop zum Thema "Politik in den Medien" mit der bekannten Politikjournalistin Tissy Bruns vom Berliner Tagesspiegel, sowie dem Chefredakteur des ZDF-Hauptstadtstudios, Kai Niklasch. Sie stellten sich den Fragen der Nachwuchsjournalisten, beantworteten diese souverän und gaben uns viele gute Tipps mit auf den Weg. Gegen 13 Uhr ging es dann auch schon wieder nach Hause. Vielleicht sollte man die Veranstaltung künftig auf 3 Tage verlängern, denn von Berlin sahen wir leider nicht viel. Dafür bekamen wir einen sehr imposanten Eindruck vom Leben der Abgeordneten und vom Parlamentarismus an sich. Eine Veranstaltung, die sich absolut gelohnt hat und die ich allen angehenden Journalisten und Schülerzeitungsredakteuren ans Herz legen möchte - egal welcher Coleur man ist. Denn obwohl die Antworten von Schröder und co selbstverständlich eine parteipolitische Färbung trugen, bekamen wir einen tollen Einblick in das parlamentarische System der Bundesrepublik. Eine Erfahrung, die sehr nutzvoll ist, um dem allgemeingültigen Bild des faulen Parlamentariers etwas entgegenzsuetzen und die Politik ein bisschen besser zu verstehen. |